Bücherbrief III/2021

Bücherbrief III/2021


11.01.2022

  • Magazin

Mit einigen Tagen Verspätung erscheint heute mein Rückblick für das vierte Quartal 2021. Da dieser Blog erst seit Februar letzten Jahres existiert, verzichte ich auf einen vollständigen Jahresrückblick, auch wenn ich dazu das eine oder andere Wort verlieren werde.

Intern

Jahresrückblick

Als ich am 1. Februar 2021 meinen ersten Blogbeitrag und meine erste Rezension veröffentlichte, war ich mir nicht sicher, ob irgendjemand diesen Blog überhaupt wahrnehmen würde. Schließlich gibt es alleine im deutschsprachigen Raum unzählige hochwertige Literaturblogs, die Woche für Woche die Fackel für das hohe Gut der Literatur hochhalten und wieso sollte sich jemand für einen weiteren Blog interessieren?

Aber es war immer schon mein Traum, meinen eigenen Literaturblog zu betreiben, mein letzter gescheiterter Versuch, den ich zum Ende meiner Schulzeit unternahm, lässt sich sogar noch bemitleiden aufsuchen. Leider ließ mir mein weiter beruflicher Werdegang keine Zeit für einen Blog, sodass ich bis zum letzten Jahr mit einem neuen Versuch warten musste.

In den ersten Monaten gab es so gut wie keine Besucher, wenn die Zahl der Seitenaufrufe im Monat mal knapp dreistellig war das schon ein Grund zum Feiern. Nur langsam, aber stetig kletterten die Zahlen nach oben und auch wenn Zahlen nicht alles sind, so möchte niemand Stunden in einen Beitrag investieren, der dann nicht gelesen wird. Darum möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Lesern bedanken, die einem neuen Blog trotz so zahlreicher und starker Konkurrenz eine Chance gegeben haben! Auch möchte ich mich bei Florian von Kapitel 7 und Aleshanee, der Weltenwander(in) bedanken, deren Kommentare mir das Gefühl geben, nicht in den luftleeren Raum zu schreiben. Und nicht zuletzt möchte ich mich auch beim Kaffeehaussitzer bedanken, der meinen Blog für mich überraschend zweimal in seinen Netzrückblick auf buchmarkt.de aufnahm und damit einen ungeahnten Besucherstrom ausgelöst hat. Das ist alles andere als selbstverständlich und löst bei mir im gleichen Maße Staunen wie auch Dankbarkeit aus.

Änderungen

In den letzten Monaten hatte ich weniger Zeit als erhofft, um am Blog zu arbeiten. Darum gab es in dieser Zeit auch wenige Neuerungen. Das einzig erwähnenswerte stellen dabei einige Tabellen dar, die ich in Beiträgen zu Kurzgeschichtenbänden und zu Sammelrezensionen beigefügt habe. Die Informationen, die in den Tabellen dargestellt werden, variieren dabei von Band zu Band und sind abhängig von den mir zur Verfügung stehenden Quellen. Ich hoffe, dass diese Informationen vor allem bei Kurzgeschichtensammlungen hilfreich sein können, die ja insbesondere bei Neuauflagen bekannter Autoren durchaus variieren können.

Rückblick

Insgesamt erschienen im letzten Quartal dreizehn Rezensionen, wie gehabt Klassiker oder phantastische Werke. Wie auch in den letzten Quartalen zählen auch diesmal große Namen wie Madame Bovary, Anna Karenina oder Aufzeichnungen aus einem toten Haus zu den Spitzenreitern. Völlig unerwartet hat sich allerdings Sheridan Le Fanus Das Zimmer im fliegenden Drachen in diese Spitzengruppe geschoben und zählt mittlerweile zu den am meisten aufgerufenen Beiträgen auf diesem Blog. Damit habe ich vorher überhaupt nicht gerechnet. Fälschlicherweise bin ich davon ausgegangen, dass dieses Buch nur für eine Randgruppe interessant sein könnte – so kann man sich irren.

Zu den Quartalsspitzenreitern zählen auch Alan Moores V wie Vendetta und Grete de Francescos Die Macht des Charlatans, während der neuste Hanser Klassiker Memoiren eines Irren von Flaubert und Auguste Groners Der Unsichtbare bislang kaum Beachtung fanden.

Meine persönlichen Highlights des letzten Quartals waren ohne Frage Tolkiens Der Hobbit und Maupassants Stark wie der Tod. Dieses Mal ist es mir auch sehr leicht gefallen, einen “Verlierer” zu küren. Die Memoiren eines Irren von Gustave Flaubert waren eine einzige Enttäuschung und ohne den Anhang wäre das Buch wohl auch aus meinem Buchregal gewandert.

In den letzten Monaten habe ich auch vermehrt andere Beiträge als nur Rezensionen zu veröffentlichen und nach einem holprigen Start erfreuen sich diese auch großer Beliebtheit. Sowohl die schönen Bücher, als auch die Klassiker und Phantastik Vorschauen werden mittlerweile häufiger gelesen als so manche Rezension. Auch meine monatlichen Literatur Links werden immer häufiger wahrgenommen.

Ausblick

Auch im nächsten Quartal wird es jeden Freitag eine neue Rezension geben. Ich komme momentan aus diversen Gründen weniger zum Lesen, da ich aber einige Rezensionen auf Vorrat halte, sollte es zumindest in den nächsten drei Monaten in diesem Bereich keine Änderungen geben. Im Klassiker Bereich erwarten euch unter anderem Robert Louis Stevensons Der Master von Ballantrae, Bram Stokers Der Zorn des Meeres und Theodore Dreisers Sister Carrie. Der Phantastik Bereich wird wohl etwas stärker vertreten sein und Rezensionen zu Fritz Leibers Die Herren von Quarmall, James Tiptree Jr., Edgar Allan Poe und Simon Stalenhag bereit halten.

Ob ich darüber hinaus jeden zweiten Dienstag einen Beitrag veröffentlichen kann, ist noch offen. Momentan habe ich dazu wenig Zeit zur Verfügung, aber ich hoffe, dass es sich im nächsten Quartal bessert. Zumindest die Literatur Links werden weiterhin jeden Monat erscheinen. Ideen sind zwar genug vorhanden, aber die Zeit lässt es momentan nicht zu, dass ich diese mit einem angemessenen Maß an Aufmerksamkeit bearbeiten kann. Mein Ziel im nächsten Quartal ist es, zumindest einige sträflich vernachlässigte Bereiche im Blog aufzubessern, wie etwa meinen lieblos präsentierten Blogroll (der seit der Designumstellung brach liegt), und euch natürlich weiterhin Rezensionen zu interessanten Klassikern und phantastischen Werken zu liefern.


Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit bis hierhin. Das war mein Rückblick auf das vierte Quartal 2021, der nächste wird voraussichtlich am 5. April 2022 erscheinen. Den letzten Rückblick findest du hier.

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2 Kommentare
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Flo
Flo
23.01.2022 00:30

Ich kann den Dank nur zurückgeben. 🙂
Ich glaube alle von uns Bloggern freuen sich über wenige Dinge mehr, als über Leser, die unsere Beiträge kommentieren. Dieses Gefühl, gelesen zu werden, ist viel eini jedes Mal wieder schön. Und gleichzeitig haben wir alle zu wenig Zeit, uns mit den Beiträgen unserer Blogger-Kollegen so viel zu beschäftigen, wie sie es verdient hätten.
Wenn man – so wie du und ich – nicht dem gefühlten Young-Adult-Mainstream angehört, wirkt es doppelt so schwierig. Aber das wichtigste ist am Ende doch immer, dass man selbst noch Spaß an der Sache hat.

Eugen
23.01.2022 16:02
Antwort an  Flo

Wahre Worte, ein Kommentar ist eine schöne Belohnung für die Stunden, die man in einen Beitrag investiert!
Die Zeit ist ein großes Problem dabei, oft lese ich einen interessanten Beitrag, habe dann aber keine Zeit einen angemessenen Kommentar zu hinterlassen. Und im Alltag geht sowas leider schnell unter…
Umso mehr freut es mich, dass du dir dafür die Zeit nimmst! 🙂