
Lone Wolf & Cub Master Edition 07
von Kazuo Koike & Gōseki Kojima
19.09.2025
- Abenteuer
- ·
- Fantasy
Der siebte Band von Lone Wolf & Cub (Kozure Okami) läutet die zweite Hälfte des Manga-Klassikers ein. Wie gelingt Kazuo Koike (Autor) und Goseki Kojima (Zeichner) der Einstieg?
Seidenwolken und blutige Pfade
Ogami Itto zählte einst zu den wichtigsten Samurai des feudalen Japans. Als offizieller Henker des Shoguns wurde er gleichermaßen gefürchtet wie respektiert. Doch dann fiel seine Familie einer Intrige des Yagyu-Clans zum Opfer, bei der er alles bis auf seinen Sohn Daigoro verlor. Fortan ziehen die beiden als Auftragsmörder durch das feudale Japan. Ihr Ziel: Rache am mächtigen Yagyu-Clan.
Einflussreicher Klassiker
Lone Wolf & Cub erschien ursprünglich zwischen 1970 und 1976 in 28 Einzelbänden (Zwölf in der Master Edition). Die Reihe gewann innerhalb kürzester Zeit eine riesige Fangemeinde. Gerade Kreative ließen sich vom Manga-Klassiker inspirieren. So zählen etwa Frank Miller und Quentin Tarantino zu großen Fans der Reihe. Doch was macht den mittlerweile siebten Band so lesenswert?
Große Handlungsfortschritte
Dieser Band bringt die Geschichte so stark voran, wie kaum ein anderer Teil der Reihe. Ich frage mich, wie unser Duo überhaupt noch Stoff für fünf weitere Bände zusammenbekommen will. Ogami gelingt es, die Erben des Yagyu-Clans abzuwehren, und er steht kurz davor, das Geheimnis des Yagyu-Briefes zu lüften. Dies zwingt seine Feinde dazu, ihre verdeckte Taktik aufzugeben und Ogami Itto frontal anzugreifen.
Hier dürfte es spannend werden, wie Ogami insbesondere mit der Bedrohung durch die Kopfgeldjäger klarkommt. Dies könnte die ganze Dynamik der Reihe verändern. Einzelgeschichten sind nämlich kaum noch vorhanden. Bei den wenigen Ausnahmen handelt es sich aber wie gewohnt um starke Geschichten. Vor allem dürfen wir uns über die Rückkehr einer bekannten Figur aus dem zweiten Band der Master Edition freuen.
Kunstwerke
Die Zeichnungen sind wieder einmal über jeden Zweifel erhaben: Kojima gelingen minimalistische Zeichnungen genauso gut wie detailreiche Motive. Stillstand und Dynamik kann er gleichermaßen meisterhaft darstellen. Sprechblasen sind zwar vorhanden, aber ob der Bildsprache eigentlich überflüssig. Hinzu kommt die filmische Erzählweise, die nicht ohne Grund Hollywood-Größen inspiriert.
Was bleibt?
Man mag es kaum glauben: Auch der siebte Band von Lone Wolf & Cub von Kazuo Koike und Goseki Kojima steigert das ohnehin hohe Niveau. Die Zeichnungen befinden sich ohnehin auf Weltklasse-Niveau und die Handlung kommt so stark voran wie in keinem Band zuvor. Pflichtlektüre für Manga-Fans, Anfänger starten natürlich mit dem ersten Band.
Gewaltige Master-Edition
Natürlich enttäuscht uns auch der siebte Band der Master Edition des Panini Verlages nicht. Wir haben es wieder einmal mit einem wuchtigen Sammelband zu tun, der die Zeichnungen wirklich zur Geltung kommen lässt. Auch die stabilen und langlebigen Materialien tragen zum Lesegenuss bei.
Nicht zuletzt überzeugt die farbliche Gestaltung insgesamt – insbesondere in der Gesamtschau handelt es sich um wahre Schmuckstücke im Regal einer jeden Leserin. Im Anhang erwarten uns ein kleines Glossar und eine Cover-Galerie. Die Übersetzung stammt von John Schmitt-Weigand.
Mehr Lone Wolf & Cub
Bibliographie
Pro/Contra
Pro
- Wundervolle Zeichnungen
- packende Handlung
- Erzähltempo steigt stark an
Contra
- /
Fazit
Der siebte Band der Master Edition von Lone Wolf & Cub überzeugt in jeglicher Hinsicht. Pflichtlektüre!
autor: Kazuo Koike & Gōseki Kojima
Titel: Lone Wolf & Cub Master Edition 07
Seiten: 720
Erscheinungsdatum: 1970 – 1976
Verlag: Panini Verlag
ISBN: 9783741634680
Übersetzer: John Schmitt-Weigand
illustrator: Gōseki Kojima
Reihe: Lone Wolf & Cub (7)










